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Ortsgruppe Friedrichshafen

Flächen sparen!

Jedes Jahr 1.811 Fußballplätze: Das ist die Fläche, die in Baden-Württemberg zugebaut, betoniert oder geteert wird – das sind täglich 3,5 Hektar (Stand 2016). Der Flächenverbrauch hat viele Ursachen. Hauptsächlich werden Freiflächen für Bauland und Verkehr verbraucht. (Luftbild: LUBW)

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Aktueller Anlass: Liebherr + ATT wollen ihre Produktion vergrößern und dies soll möglicherweise auf Kosten des Seewaldes gehen.
Im Moment steht "nur" eine Fläche von etwa 3 ha zur Debatte, es ist aber zu befürchten, dass bei weiterem Bedarf weitere Waldflächen geopfert werden.
Infos zu den damit verbundenen ökologischen Schäden finden Sie hier.

Aber auch andere Betriebe in Friedrichshafen haben Flächenbedarf für eine Erweiterung angemeldet - 90.000 m2 laut Stadtverwaltung.
Zudem (ver)brauchen Straßenbau (B 31!!), Wohnungsbau u.a. auch Platz.
Und jeder Bau kostet Fläche, die für die Natur, das Stadtklima, die Landwirtschaft oder den Wasserhaushalt wichtig ist.

Pressemitteilung des BUND Friedrichshafen, 1.12.2018

Es ist also dringend angesagt, sich Gedanken darüber zu machen, wie man auch in Industrie und Gewerbe Flächen sparen kann. 

Es gibt viele gute Ideen, wie man Industriebetriebe flächensparend erweitern kann. Einige bereits existierende Beispiele hierzu enthält eine interessante Broschüre der Stadt Karlsruhe:

  • Auf Produktionshallen Büros, Werkstätten u.ä. errichten
  • Autos in Tiefgaragen statt ebenerdige Parkplätze
  • Anreize für ÖPNV- oder Fahrradnutzung
  • Raummodule für Büros, Schlungsräume usw. in die Werkshalle
  • Zweistöckige Produktion
  • Stapelung von Nutzungen
  • Gemeinsame Nutzung von Kantine, Erholungseinrichtungen, Betriebskindergarten usw. mit den Nachbarbetrieben - nicht jeder muss alles selbst bauen.

 Die Karlsruher Broschüre ist hier zu finden:  https://aktion-flaeche.de/unternehmensstandorte-flaechensparend-und-zukunftsfaehig-entwickeln

 

 

Wenn man im Luftbild anschaut, wie viel Industriefläche in Friedrichshafen vorhanden ist und man sich dann überlegt, die oben genannten Beipiele hier anzuwenden - welche große Fläche für Industrieerweiterungen stünde dann zur Verfügung!

Auch von der Industrie- und Handelskammer (IHK) gibt es Informationen hierzu. In einer Broschüre der IHK Nordschwarzwald wird neben Beispielen auch dargestellt, welchen Nutzen Betriebe z.B. von einer flächensparenden Bauweise haben.

Hier finden Sie diese Broschüre:  https://www.nordschwarzwald.ihk24.de/blob/pfihk24/produktmarken/standort/downloads/2606258/5845b197982ae8cd37183f8bb80f62f3/Leitfaden_Anforderungen_an_das_Gewerbe-_und_Industriegebiet_der--1--data.pdf

 

 

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