Ortsgruppe Friedrichshafen

Versteinerte Gärten

24. März 2021

Wie Schottergärten Pflanzen, Tieren und dem Kleinklima schaden

 (BUND FN, B.W.)

„Wir wollen die Menschen davon überzeugen, lebendige Gärten anzulegen. Gärten, die Schmetterlingen, Vögeln und Hummeln Lebensraum bieten, die saubere Luft produzieren und zur Abkühlung unserer Siedlungen beitragen, statt sie immer wärmer zu machen", erklärt der LNV-Vorsitzende Dr. Gerhard Bronner. „Ein steriler Schottergarten ist das genaue Gegenteil all dessen." Der BUND kann dem nur beipflichten.

Schottergärten zeichnen sich dadurch aus, dass die Flächen mit Steinen geschottert wurden und nur wenige, meist exotische Pflanzen wie Thuja, Pampasgras oder Kirschlorbeer darin zu finden sind. Anders als echte Steingärten, welche natürliche Felslebensräume nachbilden und Lebensraum für Wildpflanzen, Eidechsen, Insekten und Spinnen bieten können, sind Schottergärten meist ein ökologischer „Totalausfall".

Die Mär vom pflegeleichten Schottergarten: Moderne Schottergärten sind keineswegs pflegeleicht – auch wenn das immer wieder behauptet wird. Denn zwischen den Steinen kämpfen sich mit der Zeit Wildkräuter und Gräser hindurch. Ihnen reicht als Grundlage, was der Wind heranweht. Wird ein Schottergarten nicht aufwändig sauber gehalten, erobert ihn die Natur Stück für Stück zurück.

Seit Juli 2020 sind Schottergärten in Baden-Württemberg gesetzlich verboten. Nach diesem Datum angelegte Gärten sind illegal, ihre Beseitigung kann angeordnet werden und es droht eine Bußgeld.

 

Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 21.4.2021
Artikel als Foto

Beim LNV gibt es einen Info-Flyer „Versteinerte Gärten: Wie Schottergärten Pflanzen, Tieren und dem Kleinklima schaden". Das Faltblatt ist beim LNV zu beziehen sowie online als PDF abrufbar unter www.lnv-bw.de/schottergaerten.

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