Ortsgruppe Friedrichshafen

"Wildbienenhäuser" für Stängel- und Hohlraum-Bewohner

 (BUND FN, B.W.)

2019 entstanden mit Hilfe der Kindergruppe 2 große Wildbienen-Häuser als Ergänzung für das kleine Naturschutzgebiet und die neue Hecke.

Durch die vielen Hochstauden im Feuchtgebiet, die Wiesenblumen, die blühenden Obstbäume daneben und die Heckensträucher gibt es im Oberesch ein gutes Nahrungsangebot für Wildbienen. Die Bienen-Nisthilfen bieten für Totholz- und Röhrenbewohner nun  Nistmöglichkeiten.
Auch die Sandfläche am Eidechsenbiotop wurde von bodenbewohnenenden Arten schon entdeckt und genutzt.

Allgemeine Infos zu Wildbienen-Häusern

Bei der Füllung unserer beiden Wildbienen-Häuser im Oberesch war die BUND-Kindergruppe beteiligt.

Hilfe für Boden- und Steilwand-bewohnende Wildbienen

 (BUND FN, B.W.)

Mit einem Wildbienen-Haus ist nur einem sehr kleinen Teil der Wildbienen geholfen. Dreiviertel aller Wildbienenarten sind Erdnister. Von den 460 Wildbienenarten hierzulande sind das also 340 Arten!
Diesen Wildbienen fehlen heute oft offene Bodenstellen ohne Vegetation, d.h. sie bräuchten z.B. mehr Brachflächen und weniger Betonmauern und befestigte Hänge. Eine gute Ergänzung zu Wildbienen-Häusern („Insektenhotels“) kann deshalb ein "Sandarium" schaffen. Dies ist eine Erdgrube, die mit feinen Materialien wie Sand, Löß o.ä. gefüllt und auch von solitär lebenden Wespen und anderen Insekten genutzt wird.   mehr

Im Oberesch haben wir 2020-2021 ein solches Sandarium gebaut. Die Grube hierfür misst ca. 80 x 50 cm und ist ca 40 cm tief. Sie wurde mit Sand von der Rotach und Molasse vom Gehrenberg gefüllt.
Ein Teil der Sandfläche erhielt ein "Dach", auf dem auch die Nistwand aus Löß steht. Sie soll im Lauf der Zeit noch vergrößert werden.

Auch am Hang und auf der Hochfläche des StreuObstGartens Weilermühle wurden kleine offene Bodenstellen geschaffen, indem die Vegetation abgetragen wurde und sehr schnell haben einige Wildbienen hier bereits ihre Kinderstuben angelegt, z. B. die Frühlingsseidenbiene.

Die schweißtreibende Anlage dieser Lebensräume wird unterstützt durch das Kreispflegeprogramm des Landratsamtes Friedrichshafen.