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Ortsgruppe Friedrichshafen

Hochwasserschutz an der Rotach

Städtische Planungen zum Hochwasserschutz an der Rotach

Im November 2018 erhielt der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt einen Bericht über den Stand der Planungen zum Hochwasserschutz an der Rotach.
Der Ausschuss beauftragte die Stadtverwaltung mit der Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens für die jetzt bestehenden Pläne.
Hier finden Sie die Unterlagen dazu: https://sitzungsdienst.friedrichshafen.de/to0040.asp?__ksinr=291868&toselect=300494  

Nach den im Ausschuss vorgestellten Plänen der Stadt können mehr Bäume entlang des Unterlaufs der Rotach erhalten werden als bei den Plänen von 2016. Allerdings werden Spundwände u.ä. im Wurzelbereich der Bäume errichtet werden, deshalb steht zu befürchten, dass die Bäume mittelfristig kränkeln werden.

Karten über die betroffenen Überschwemmungsgebiete finden Sie beim Umweltministerium Baden-Württemberg unter folgendem Link:    https://www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de/   Hier auf "Gefahrenkarte (Überflutungsflächen)" klicken.

Bisher gehen die Vorstellungen von Stadtverwaltung und BUND auseinander. Während die Stadtverwaltung vor allem Dammerhöhungen und Spundwände errichten will, plädieren wir für ein Gesamtkonzept, das den gesamten Lauf der Rotach und ihrer Nebenbäche einbezieht und das das Hochwasser möglichst in der Fläche hält nach dem Motto "Breitwasser statt Hochwasser".
Beim BUND Naturschutz in Bayern ist dieses Konzept näher dargestellt: https://www.bund-naturschutz.de/natur-und-landschaft/fluesse-und-auen-in-bayern/natuerlicher-hochwasserschutz.html 

Ökologischer Hochwasserschutz

Zum Thema "ökologischer Hochwasserschutz" haben sich die Umweltverbände wiederholt geäußert:
"Nachhaltiger Hochwasserschutz muss das gesamte Flusssystem umfassen. Wir müssen Bäche und Flüsse wieder mäandrieren lassen, Flusssohlen stabilisieren, die Fließge­schwindigkeit verlangsamen und Flächen entsiegeln", betonte Sebastian Schönauer, Sprecher des BUND-Arbeitskreises Wasser. Ökologischer Hochwasserschutz und ein Umdenken hin zum ökologischen Landbau seien wirksamer, ästhetischer und häufig kostengünstiger, um Hochwasser zu vermeiden, bräuchten jedoch mehr Zeit für die Planung und Umsetzung.
Technischer Hochwasserschutz suggeriere den Anwohnern zwar mehr Sicherheit, steigere aber die Gefahr stärkerer Flutwellen am Unterlauf der Flüsse, sagte Till Hopf, Naturschutzexperte des NABU.
(Gesamte Pressemeldung unter:

https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/umweltverbaende-fordern-oekologischen-hochwasserschutz-finanzierung-muss-ueber-2020-hinaus-gesichert-s/

 

 

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