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Ortsgruppe Friedrichshafen

Haus am See Zeppelin bzw. ehemaliges Diakonissen-Erholungsheim - Neubau eines Hotels

Das ehemalige Diakonissen-Erholungsheim und der dazugehörige etwa 4 ha große Park wurden vor einigen Jahren an die Luftschiffbau Zeppelin (LZ) verkauft. Diese betreibt seither das Haus als öffentliches Hotel ("Haus-am-See-Zeppelin") weiter. Bisher enthält das Ensemble u.a. ca 50 Zimmer, Tagungsräume und ein Hallenbad. Die Zimmer sind nur teilweise mit Dusche und WC ausgestattet.
2016 reichte die LZ eine Bauvoranfrage bei der Stadtverwaltung ein mit den Plänen, alles außer der denkmalgeschützten "Villa Gminder" in der Mitte abzureißen und durch ein Hotel mit ca 80 Zimmern mit modernem Standard, Tiefgarage und Tagungsräumen zu ersetzen - s. Artikel im Südkurier September 2016 und vom Januar 2017.
Die Grundfläche der geplanten oberirdischen Gebäude soll nur etwas größer werden als die Grundfläche der bisherigen, aber Volumen und Nutzfläche werden wesentlich größer, dazu kommt die Tiefgarage.

Da der Park und die Gebäude im Landschaftsschutzgebiet liegen und außerdem in den Gebäuden, dem Park und der Bucht seltene Tierarten zu finden sind, hat sich der BUND Friedrichshafen um Akteneinsicht in die Bauvoranfrage bemüht. In der daraus resultierenden Stellungnahme haben wir Mängel bei den baurechtlichen Unterlagen und bei den Naturschutz-Untersuchungen zusammengestellt und unsere Bedenken gegen das Vorhaben erläutert. Hier finden Sie die Stellungnahme von 2016 zum Herunterladen. 

Daraufhin wurde das Vorhaben gestoppt, weil die Pläne überarbeitet werden mussten, um sie den Anforderungen von Natur- und Landschaftsschutz anzupassen.

Im Januar 2019 erfuhren wir von einer erneuten Bauvoranfrage der LZ für den Abriss und Neubau des Hotels auf dem Gelände des ehemaligen Diakonissen-Erholungsheims. Nach intensivem Lesen von über 200 Seiten abfotografierter Akten ist unsere Stellungnahme jetzt fertig (s.u.).

Wir befürchten u.a., dass durch eine größere Besucherzahl die in der Bucht rastenden und Nahrung suchenden Wasservögel gestört werden. Da bisher in dem bestehenden Hotel im Winter nur wenige Gäste sind, ist die Bucht vor dem Park eine der letzten ruhigen, flachen und windgeschützten Uferzonen außer dem Eriskircher Ried. Wo sollen die hier Kräfte tankenden oder überwinternden Zugvögel denn hin, wenn überall Menschen am Ufer auftauchen?

Außerdem befürchten wir Schäden an einigen großen Bäumen durch die Abriss- und Neubau-Arbeiten.

Unsere Stellungnahme von 2019
Die hier veröffentlichte Stellungnahme hat nicht ganz den selben Wortlaut wie die eingereichte, weil wir einige Abbildungen aus den Planungsunterlagen, die wir zur Erläuterung eingefügt hatten, nicht veröffentlichen dürfen. Wir mussten sie deshalb durch Worte ersetzen.
Und hier die Antwort des Bauordnungsamtes

Artikel im Südkurier vom März 2019

Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 21.3.2019

 

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