Uferweg bei der mtu in Manzell

 

Ein Spaziergang am Bodenseeufer ist was Schönes. Aber da die Ufergrundstücke weitgehend in Privatbesitz sind, ist dieser Genuss eher selten zu haben. Deshalb haben sich sicherlich viele Häfler Bürger/innen gefreut, als der Vorschlag, entlang dem mtu-Gelände in Manzell einen Uferweg zu bauen, mit einer beträchtlichen Geldspende unterstützt wurde.

Der BUND gönnt den Naturliebhabern die freie Sicht auf den Bodensee. Wir möchten aber einige Naturschutz-Argumente zu Bedenken geben und damit anregen, darüber nachzudenken, ob der Uferweg nicht in einer anderen Art und Weise als geplant hätte realisiert werden sollen.

Der Weg wurde vor der Ufermauer des mtu-Geländes im Wasser aufgeschüttet. Damit er auch beim frühsommerlichen Höchststand des Sees begehbar ist, sind große Mengen an Steinen, Kies und Sand nötig, die in die Flachwasserzone geschüttet werden müssen.
Dies wird in den Planunterlagen auch als Renaturierung bzw. Verbesserung bezeichnet. Allerdings kommt das Gutachten einer Konstanzer Arbeitsgruppe zum Thema Uferrenaturierung, die in der Vergangenheit häufig auf die gleiche Art und Weise betrieben wurde, zu dem Schluss, dass dies dem betreffenden Uferabschnitt mehr schadet als nutzt.     mehr

Der BUND hat mehrere Stellungnahmen zu den Plänen und deren Änderungen verfasst. Unserer Meinung nach enthalten die  Pläne so gravierende Mängel bezüglich Schutz von Tieren und Pflanzen, dass wir sie ablehnen mussten.     mehr

 

 

Schon im Mai 2015, also noch vor der Einweihung des Uferweges, zeigte es sich, dass der BUND mit seinen Bedenken bezüglich Ausspülung und Verdriftung von Kies recht hatte. Es musste bereits jetzt, ohne großen Föhnsturm o.ä., an einigen Stellen Material nachgefüllt werden, weil der Weg sich gesenkt hatte. Wo landet dieses ganze ausgespülte Material???

 

 

Auch wurden viel mehr Bäume gefällt als angekündigt, andere wurden bei den Bauarbeiten beschädigt, so dass die Gefahr besteht, dass sie in nächster Zeit wegen "Wegesicherungspflicht" gefällt werden müssen.

 

 

Der BUND FN hat starke Zweifel an der Aussage der Behörden, dass durch den Uferweg die ökologische Situation des Ufers verbessert werde.

 

 

 

 

 

 

 

Wie aus den Bildern deutlich sichtbar wird, fiel das Ufer vor den Baumaßnahmen schräg zum Wasser hin ab; es gab unterschiedliche Gesteinsgrößen. Mit Uferweg herrscht senkrechtes Ufer vor, das fast nur aus großen Gesteinsblöcken besteht.

 

 

 

 

 

 


Vor der MTU-Ufermauer wurde das Ufer durch den Weg zwar schräger, aber es wurden auch viele Quadratmeter natürlichen Seebodens mit dem Uferweg zugedeckt.

 

 



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